Ziele und Sinn

Heute morgen war kein guter Start. Madame Pübsie hat weiterhin Probleme beim Harn lassen, ich habe Pipi auch im Bett entdeckt, der komplette Bereich rund um ihr Kisterl musste wieder gesäubert werden, sämtliche Decken auf denen sie ruht müssen gewaschen werden usw......

Noch geht es ihr gut aber ich leide, weil ich weiß wir müssen in absehbarer Zeit Abschied nehmen, weil ich mit ihrem Schicksal hadere - muss jetzt zu diesem verdammten Tumor auch noch ein Harnwegsinfekt dazukommen ? Ich schaffe es halt nicht immer vernünftig damit umgehen.

In dieser Stimmung ist es oft besser wenn ich alleine bin, also ist Hans zum Projekt gefahren. Aktuell kann ich ihm dort eh nicht viel helfen, mein Ellenbogen ist nach wie vor nicht in Ordnung. Also hab ich mich der Putzerei daheim angenommen und nebenbei gesurft. Dabei bin ich über einen Artikel über Viktor Frankl gestossen.  Ich kannte den Namen und dass er in der Psychologie tätig war, auch das Gesicht war mir aus grauer Vorzeit im TV bekannt aber mehr schon nicht.

Ich habe also einen kurzen Abriss seiner Lebensgeschichte gelesen und mir wurde sofort klar, dass muss ich genauer wissen. Nämlich nicht nur sein Leben sondern auch über seine Arbeit.

 

Also wie das Bild schon zeigt gleich mal 2 E-Books runtergeladen.

 

Und dabei wieder einmal festgestellt ...... Bücher finden dich!!!!

Die Autobiographie von Viktor Frankl ist genau das was mir jetzt hilft und was ich jetzt lesen möchte. Dabei bin ich über 2 Aussagen von ihm gestossen

 

Sinn muss gefunden werden, kann nicht erzeugt werden

und

Es ist keine Schande sein Ziel nicht zu erreichen, aber es ist eine Schande kein Ziel zu haben.

 

Alleine dass ich mich mit 2 Sätzen so intensiv auseinandersetze ist bei meiner Stimmungslage ein positives Zeichen - und weil ich weiß Ausdaueraktivitäten wirken auf mich wie starke Stimmungsaufheller, habe ich das Laufband angeworfen und war 1 Stunde lange in Bewegung. Der Geist hatte viel zu tun und der Körper auch. Nach diesen 60 sehr intensiven Minuten geht es mir besser.

Ich erkenne den Sinn der Erkrankung unserer Kleinen zwar nicht aber ich nehme es an - sie wird betreut und geliebt und verwöhnt, so gut wir es können.

 

Und ich habe etwas über mich erfahren - ich habe wieder ein Ziel - vielleicht macht es keinen Sinn, vielleicht erkenne ich den Sinn dahinter (noch) nicht, aber ich habe ein Ziel.

 

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0